Der Windelsack kommt!

Veröffentlicht am 08.09.2020 in Aktuell

Schon bei meinem ersten Neugeborenenempfang 2015 wurde ich von frischgebackenen Eltern angesprochen, ob man nicht zusätzliche kostenlose „Windelsäcke“ anbieten könne, um die temporäre Müll- und damit Kostenbelastung etwas abzufedern. Auch in den Folgejahren war der „Windelsack“ regelmäßig Thema bei den Neugeborenenempfängen.

Mein Vorstoß als Kreistagsmitglied bei dem bei der Kreisverwaltung angesiedelten und für Müll zuständigen Eigenbetrieb Abfallwirtschaft scheiterte jedoch aus verschiedenen Gründen. Unter anderem sei der Gleichbehandlungsgrundsatz bei der Kostenverteilung nicht gewahrt, hieß es in Ludwigshafen. Ich wollte allerdings nicht aufgeben.

Auch dem SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Jens Becker ist der Wunsch nach „Windelsäcken“ nicht fremd: „Bei einem Quartiersbesuch sprach mich vergangenes Jahr eine Mutter darauf an, die ihren schwerstbehinderten erwachsenen Sohn zu Hause pflegt.“ In mir fand er rasch einen Mitstreiter für die gute Sache.

Um diese Zeit machten verschiedene Kreisgemeinden einen ersten Vorstoß und starteten mit der Ausgabe von „Windelsäcken“ Pilotprojekte als sogenannte freiwillige Leistung der Gemeinde. „Wir warteten die ersten Monate ab und erkundigten uns dann nach deren Erfahrungen“, so SPD-Fraktionsvorsitzender Rainer Schiffmann. In Personalunion ist er auch Vorsitzender des Seniorenbeirats und kennt daher bestens die Problematik von Familien, in denen ältere, inkontinente Menschen leben und betreut werden. „Die zusätzlichen Restmüllleerungen für Erwachsenenwindeln belasten in gewissem Umfang natürlich auch den Geldbeutel“, resümiert er.

Ende August formulierte die SPD daher dann einen entsprechenden Antrag und reichte ihn bei der Verwaltung ein.

Wir werden nun die organisatorischen Weichen stellen und entsprechende Mittel im Haushalt 2021 vorsehen, um dann im nächsten Jahr selbst kostenlose Windelsäcke ausgeben zu können. Über den Startzeitpunkt, die Anzahl pro Person, den Personenkreis und die Formalitäten werden wir rechtzeitig informieren. Das ist ein durch und durch sozialdemokratisches Projekt.

 

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